Sonntag, 20. November 2016

[ #physik ] Brain Modelling [Open Courseware]

Werner Gruber vom Institut für Experimentalphysik der Universität Wien wickelte ein Seminar zum Thema "Brainmodelling", das ist die mathematische Erfassung von neuronalen Prozessen, ein Computermodell für das Gehirn, über das Internet ab. Die Vorlesungen wurden via Webcam ins Web gestellt. Ein Highlight.

Die Seite "Brainmodelling" stellt den vergleichsweise frühen Versuch dar, eine komplette Vorlesung per Video, per Audio und allem rundherum ins Netz zu stellen. Alle Vorlesungen stehen in einem Archiv zur Verfügung. Ergänzend zum Vortrag werden Literaturhinweise,Grafiken und Skripten auf der Website angeboten.

Praktisch - ökonomisch - schnell. Im Gegensatz zu "moderneren" E-Learning-Initiativen, die sich gerne in teure aufwändige Spielereien und Designaktivitäten verlieren, ist diese der traditionellen Vorlesung nachempfundene Technik äußerst effektiv und vor allem sehr ökonomisch und eine schnelle Umsetzung von E-Learning. Es darf aber auch aus pädagogischer Sicht dafür argumentiert werden: Das einfache Aufnehmen und Wiedergeben einer Vorlesung entspricht den Lernerfahrungen der (erwachsenen) Menschen mit Frontalunterricht. Denn trotz einer gut ein halbes Jahrhundert andauernden Bemühung den Frontalunterricht zugunsten anderer kooperativerer und kommunikativerer Formen zurückzudrängen hat er sich bis heute und selbst noch in den Grundschulen meist als Hauptform, wenn nicht gar als die einzige Form, erhalten. Im Gegensatz aber zum herkömmlichen Frontalunterricht kann man den Vortrag(enden) anhalten und zurückspulen, wiederholen, das Vortragstempo so der Tähigkeit zur Mitschrift und nicht umgekehrt anpassen. Die bereitgestellten Skripten erlauben eine tiefere thematische Befassung und ermöglichen so eine ergänzende händische oder PC-Mitschrift.

Werner Gruber - Biografie bei Wikipedia. Werner Gruber (* 1970 in Ostermiething) ist ein österreichischer Physiker und Autor. Er studierte an der Universität Wien Physik und ist seit 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Experimentalphysik. Er ist Experte für alle Fragen der Alltagsphysik. Bereits als 17-Jähriger erhielt er in Linz für die Entwicklung eines dreidimensionalen Bildschirms den „Ersten österreichischen Jugendforschungspreis“, dem weitere Auszeichnungen folgten. Bekannt wurde Werner Gruber durch seine Volkshochschulkurse in Wien („Die Naturwissenschaft von Star Trek“, „Die Physik des Papierfliegerbaus“, „Kulinarische Physik“), seine Kolumnen und Fernsehauftritte. Sein eigentliches Arbeitsgebiet ist die Neurophysik. Durch die vielen Interviews und Bücher kommt er nur sehr schwer dazu, weiter zu forschen. Er löste als erstes das Glühwürmchenproblem - warum synchronisieren sich Glühwürmchen - für unterschiedliche Frequenzen.


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