Dienstag, 25. Dezember 2012

Gimmick für den Informatikunterricht: Visuelle Kryptographie

Visuelle Kryptographie wurde das erste Mal von Moni Naor und Adi Shamir 1994 vorgestellt . Dabei wird ein Schwarz-Weiß-Bild so in zwei Bilder codiert, dass jedes der beiden Bilden wie ein zufalliges Punktmuster wirkt. Kopiert man jedoch diese Bilder auf Folien und legt diese übereinander, so erscheint wieder das ursprungliche Bild.

Visuelle Kryptographie. Die visuelle Kryptographie eignet sich zur Verschlüsselung und Geheimnisverteilung von Informationen. Die Informationen sind hier Bilder, die in schwarze oder weiße Pixel aufgeteilt sind. Dabei wird das Bild auf Teilfolien verteilt. Die Besonderheit gegenüber anderen kryptographischen Verfahren besteht darin, dass zur Entschlüsselung keine komplizierten Berechnungen oder kryptographische Kenntnisse gebraucht werden. Stattdessen werden die Eigenschaften des menschlichen Sehsystems ausgenutzt, um aus Bildern, die wie zufälliges Rauschen aussehen, durch Pixelüberlagerung bei Kombination dieser Bilder eine Nachricht oder ein Bild zu erkennen.


Es gibt einige Erweiterungen für visuelle Kryptographie. So kann z.B. festgelegt werden, welche Folienbesitzer zusammen das Bild entschlüsseln können dürfen und welche nicht. Visuelle Kryptographie kann auch steganographisch eingesetzt werden, indem die einzelnen Schlüsselfolien schon Bilder zeigen und dadurch nicht offensichtlich ist, dass eine Kombination dieser Bilder ein Schlüsselbild ergibt. Außerdem gibt es auch Vorstellungen, mehrfarbige Bilder mit visueller Kryptographie zu verschlüsseln.

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